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Im Laufe eines Tages (und auch in der Nacht) geht einem so mancher Gedanke
durch den Kopf. Je nach Stimmung ist er mal mehr oder weniger mit Emotionen
"geladen". Vielleicht kann da uns in der globalisierten Welt
ein Denksystem aus einem anderen Kulturkreis etwas behilflich sein.
Auf der Internetseite www.dalailama.ch
fand ich kurze und aussagekräftige Worte, die ich gerne auch an
Sie weitergebe.
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Kundun - Der Dalai Lama
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Altruismus heißt, sich nicht ausschließlich um das eigene Wohlergehen zu
kümmern, es bedeutet nicht, dass wir uns kasteien müssen. Wir sollten
nur die anderen nicht im Stich lassen und allein unser persönliches
Glück im Sinne haben.
Wenn man die
Gedanken, Worten und Werken ständig versucht, andere glücklich zu
machen, merkt man sehr schnell, dass daraus ganz natürlich eigenes Glück
erwächst.
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Wenn wie in Ruhe über die wechselseitige Abhängigkeit aller Phänomene
nachdenken, verlieren unsere kleinen, regionalen begrenzten Probleme an
Gewicht, und wir sehen die Dinge ganz selbstverständlich auf globale
Weise. Die Vorstellung "Ich und die anderen", "Mein und
dein", tritt dann in dien Hintergrund, und ein tiefes Gefühl der
Verantwortung für das Gemeinwohl erwacht spontan in uns.
Wir Fühlen uns umso
ausgeglichener und zufriedener in unserem Privatleben, je mehr wir Anteil
nehmen an der Welt und ihren Problemen. in dem Maß, in dem wir uns um
andere kümmern und uns an ihrem wohl gelegen ist, sind wir immer weniger
versucht, Gefühle wie Eifersucht, Hochmut und Feindseligkeit zu
entwickeln. Diese drei negativen Emotionen sind es nämlich, die uns Tag
für Tag aufs Neue unglücklich machen.
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Dadurch, dass wir unsere Gedanken sorgfältig beobachten, sind wir in der
Lage, die negativen Auswirkungen einer tat bereits im gleichen Augenblick,
in dem wir sie ausführen wollen, zu erkennen. Es ist also noch möglich,
sich zurückzunehmen und das Gegenmittel anzuwenden, das uns davon
abhält, diese Handlung auszuführen.
Diese Wachsamkeit und Unterscheidungsfähigkeit müssen wir in unserer
Geistesschulung und in unserem täglichen Leben ständig aufrechterhalten.
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Shantideva sagt:
"Alle, die unglücklich sind,
sind es weil sie nur ihr eigenes Lebensglück suchen.
Alle, die glücklich sind, sind es, weil sie das Glück der anderen
wollen."
Durch gereiftes
Verhalten kann das Wesen der Buddhaschaft auch schnell erreicht werden:
"Wer sich aufgrund der Erfahrung eigenen Leides zutiefst wünscht,
das Leid aller anderen vollständig zu beenden - der ist ein
hervorragender Mensch".
Über den großen Nutzen der Wiedergeburt wird erklärt:
"Nur wer geboren wird kann sich mittels der Inkarnation aus dem Ozean
der Wiedergeburten befreien, indem er durch heilsames Tun den Samen der
Erleuchtung sät. Nur Menschen mit klarem, kraftvollem Geisterlangen
begehen diesen Pfad, der weder Göttern, Nagas und Halbgöttern noch
Garudas, Vidyadharas, Kinnaras und Uragas offensteht".
Betrachten wir unseren Körper als Pferd, lautet die Zielvorgabe:
"Besteige das Pferd des reinen Menschenkörpers,
und entfliehe den Elendspfaden des Daseinskreislaufes!"
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Toleranz und Geduld sollten
nie als Zeichen der Schwäche interpretiert werden, sie sind Zeichen der
Stärke. Toleranz und Geduld beinhalten aber nicht, dass man alles, was
geschieht, hinnimmt.
Toleranz heißt, dass man keine Wut, keinen Hass entwickelt. Wenn es aber
tatsächlich dazu kommt, dass uns jemand etwas antut, und wir lassen und
das gefallen, dann könnte uns die Person noch mehr ausnutzen, was weitere
negative Folgen haben könnte.
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In gewisser Weise ist ein Mensch, der Religion praktiziert, ein Soldat im
Kampf. Mit welchen Feinden kämpft er? Mit inneren. Unwissenheit, Ärger,
das Verhaftet-Sein und Stolz sind die letztlichen Feinde; sie sind nicht draußen,
sondern in uns und müssen mit den Waffen der Weisheit und Konzentration
bekämpft werden.
Weisheit ist das Geschoss, die Munition. Konzentration - das stete Ruhen
des Geistes in einem Punkt - ist die Waffe, die das Geschoss trägt. So
wie es im Kampf gegen einen äußeren Feind Verletzungen und Leiden gibt,
so entstehen auch beim inneren Kampf Schmerz und Not. Religion ist also
zuerst eine innere Angelegenheit, und religiöse Anweisungen haben mit der
inneren Entwicklung zu tun.
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Wenn wir unser
Bestes versuchen, ist es nicht wesentlich, ob wir etwas erreichen. Auch
wenn wir in diesem Leben keinen Erfolg haben, sei´s drum! Aber zumindest
können wir versuchen, eine bessere menschliche Gesellschaft zu schaffen
auf den Fundament der Liebe.
Dies sind meine Ansichten, meine Gedanken über den Zusammenhang zwischen
religiösen Werten und der menschlichen Gesellschaft. |
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Im Buddhismus, der Bekanterweise
auf indischem Boden entstanden ist und sich dann über Ost- und Südasien
ausbreitete, heute aber schon weltweit anzutreffen ist, spielt aus
FM-Sicht der Weg der Erkenntnis auf dem mittleren Pfad eine ganz besondere
Rolle. Dieser sogenannte Edle Achtfache Pfad, der für jeden Anhänger auf
die Überwindung des Leidens gerichteten Lehre des Gautama (=Prinz
Siddharta), der zum Buddha geworden ist, im Mittelpunkt des menschlichen
Strebens stehen muss, enthält folgende Empfehlungen:
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1. Rechte
Erkenntnis
2. Rechte Gesinnung
3. Rechte Rede
4. Rechte Werke
5. Rechte Lebensgewinnung
6. Rechte Anstrengung
7. Rechte Achtsamkeit
8. Rechte Sammlung |
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Mit
anderen Worten, in diesem Achtfachen Pfad ist die Essenz moralischen
Verhaltens festgelegt. Diese Philosophie, die eigentlich keine Religion im
abendländischen Sinne ist, hat zum Inhalt, das speziell die
Selbsterkenntnis den Willen beeinflussen soll.
Dsi Gung fragte: "Gibt es Ein Wort, nach dem man das ganze Leben
hindurch handeln kann?". Der Meister sprach:" Die
Nächstenliebe. Was Du selbst nicht wünschest, tu nicht an anderen".
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www.dalailama.ch |
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Mein
persönlicher Lehrsatz
lautet:
Jeder Mensch sollte sich so verhalten, dass kein anderes Lebewesen
in seiner Eigenart beeinträchtigt wird.
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Sehr gute Gedanken zu
Frieden und Kama
www.youtube.com/watch?v=QpdQymEeGBs&feature=youtu.be&mid=54 |
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